Benutzer:Agaida

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Warum eine "eigene" Distribution

Für mich war aptosid der perfekte Start in debian-basierte Distributionen. Nach einem abrupten Ende von Ubuntu 10.04 auf meinen Rechnern stand ich vor der Frage, wie es debian-technisch für mich weitergehen solle. Ubuntu wollte ich nicht mehr auf meinen Servern haben, für Arch auf Servern bin ich nicht wahnsinnig genug. Die Wahl fiel auf pures debian und nach kurzer Überlegung auf Sid. Sidux habe ich in dieser Zeit nur am Rande mitbekommen. Ich habe wohl 2 oder 3x ins Forum geschaut, der Ton, obwohl ich nicht viel gelesen hatte, gefiehl mir nicht wirklich und lud nicht zum Bleiben ein. Das waren wohl die letzten Zuckungen von Sidux.

Nachdem ich mit den Servern durch war, habe ich mich dann auf die Suche nach debian in aktuell mit KDE gemacht. Sidux fiel aus, ich war schon kurz davor, auf dem Desk auch ein pures Sid aufzuspielen, da fand ich aptosid. Ich rannte in die üblichen Fehler, devil half weiter und seit dem läuft bei mir aptosid, mittlerweile nicht nur notgedrungen, sondern weil ich es gut finde. Den einzigen Abstrich an aptosid gibt es ganz klar in den Haltungsnoten. Wäre ich nicht zufälligerweise in der Lage gewesen, bestimmte "Kleinigkeiten" in der Kernelpolitik von aptosid für mich auszugleichen und hätte es aptosid.de nicht gegeben, hätte ich aufgrund des unzumutbaren Umgangs mit Usern von Seiten aptosid.com und der ausgeübten Bevormundung aptosid mit Anlauf in der nächsten verfügbaren Tonne entsorgt und hätte sid pur genommen. Das nicht zu mir passende Klima dort wäre mir lieber gewesen als das Klima auf aptosid.com.

Meine Vorstellungen und Ziele mit Siduction

Ich stelle mir eine Distribution vor, die nach Möglichkeit im Rahmen von Sid aktuell ist. Einige Ecken und Kanten des reinen Sid sollten geglättet werden, das Ganze muss sich im Rahmen des DSC und DSFG bewegen. Ich fühle mich an die Ziele von Debian gebunden, aber nicht notwendigerweise an die praktische Umsetzung in Form von debian-Paketen. Beispiele: Firefox, Thunderbird, Gimp, Inkscape, Digikam. Ich bin strikt dagegen, eine teilweise hochmoderne Software mit auch in Sid abgehangener Software zu betreiben. Benutzern dieser beschriebenen Wunschdistribution muss klar sein, dass sie den Entwicklungszweig von Debian fahren. Es muss den Usern bewusst sein oder gemacht werden, dass auch ein geglättetes und handverlesenes Sid immer noch ein Sid ist. Gleichzeitig sollen dem User Mittel an die Hand gegeben werden, auftretende Probleme selbständig zu bearbeiten. (Wiki, Handbuch, Forum, IRC)

Eine möglichst enge Verbindung zu Debian sollte gehalten werden. Wir brauchen debian nicht neu erfinden, die vorhandenen Möglichkeiten, die Debian bietet, einfach auch mal optimal zu nutzen, wäre ein Anfang. Ich sehe es irgendwie nicht ein, auch nur eine Zeile Quellcode zu verbrechen, wenn ich bessere Effekte durch ein optimiertes Setup erreichen kann.

Was geht für mich und was geht gar nicht?

Ich habe ausdrücklich nichts gegen proprietäre Software. Wer diese mag, soll sie installieren, ich möchte aber auf keinen Fall, dass Debian oder die FSF in "politischer Korrektheit" überholt werden. Ich will keinen User in seiner freien Wahl der eingesetzten Software bevormunden oder ihm den Einsatz bestimmter Software aus ideologischen Gründen verwehren. Das ist für mich ein absolutes NoGo und wäre der Punkt, an dem ich sage: "Mit mir nicht!" Ansonsten: Proprietäre Software hat nichts auf den Installationsmedien zu suchen, wer diese Art Software benötigt oder glaubt zu benötigen, der wird wissen, wie er sie installiert. Präferiert werden sollte auf jeden Fall freie Software, erst wenn die Ziele mit FOSS nicht zu erreichen sind, sollte auf entsprechend unfreie Software verwiesen werden.

Ich habe nichts gegen kurze, knackige Shellscripts, die mir das Leben leichter machen. Damit sind aber auf keinen Fall Schwergewichte, wie smxi oder bestimmte Sachen von Kano, die ich mir mal angeschaut hab, gemeint. Die Zeit, die man damit zum Schrotten und Wiederaufsetzen eines Systems verbraucht, sollte man lieber in die Lektüre von altmodischen Manpages oder neumodischen Webseiten stecken.

Es wäre schön, wenn es mehr benutzbare GUIs geben würde, die wirklich richtig und vollständig implementiert sind. So was kann einem den Alltag schon versüssen. So vorhanden, sollten diese GUIs meiner Meinung auch ruhig stärker bekannt gemacht und empfohlen werden. Gleichzeitig sollten aber auch die Grundlagen nicht vernachlässigt werden. Gutes Wissen um die elementaren Shell-Befehle und der Ausbau dieses Wissens machen das Leben mit Linux einfach angenehmer und stressfreier.

Wo ich aktiv werden kann

  • Paketbau, solange es nicht zu speziell wird
  • Anwendungssoftware
  • Web
  • Datenbanken
  • In Zukunft wieder mehr Programmierung
  • Testing

Eigentlich kann ich nichts richtig wirklich gut, das aber in der Breite.



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