Fernwartung mit x11Vnc

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Vorbemerkung

x11vnc ist ein VNC-Server, der sich beim X-Windows einklinkt und dessen Anzeige mit dem VNC-Protokoll auf einen VNC-Client überträgt.

Der Unterschied zu einem "normalen" VNC-Server: Ein Beobachter am Server sieht das gleiche wie der Beobachter am VNC-Client. Die Eingaben (Maus/Tastatur) werden vom VNC-Client und vom Bediener am Server entgegengenommen. Damit kann "Tutor" aus der Ferne Sachverhalte am Bildschirm vorführen bzw. beobachten, welche Aktionen sein Betreuter durchführt.

Installation Server

 apt-get install x11vnc

Installation Client

Hier gibt es verschiedene Clients. Ich bevorzuge:

 apt-get install xtightvncviewer

Server hinter einer Firewall

Läuft der Server auf einem System hinter einer Firewall (z.B., weil ein Router die Verbindung zum Internet übernimmt), so ist es möglich, die Sitzung vom Server aus zu eröffnen. Damit muss normalerweise kein "Loch" in die Firewall "gebohrt" werden. In diesem Fall ist jedoch beim Client eine entsprechende Firewall-Regel notwendig: Es muss Port 5500 für das Protokoll TCP weitergeleitet werden.

Start des Clients:

 vncviewer -listen -quality 0 -encoding "copyrect tight hextile zlib corre rre" -bgr233

Start des Servers:

 x11vnc -ncache 10 -connect tutor.ath.cx

Geschwindigkeit

Ich betreibe schon einige Jahre diese Art der Fernwartung. Entscheidend sind Upload der Verbindung und die Auflösung des Bildschirms.

Dies hat schon mit ISDN (64 kBit/s) und 800x600 funktioniert, das war aber ziemlich träge.

Bei DSL mit 2 MBit bzw (128 kBit Upload) und 1024x768 geht ziemlich flüssig.

DSL 16 MBit (1 MBit Upload) und 1680x1050 ist flüssig.