Installation auf MacBook

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Version vom 22. Januar 2018, 17:25 Uhr von Spike DE (Diskussion | Beiträge) (Installation siduction)

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In diesem Artikel wird beschrieben, wie auf einem MacBook (13", Mitte 2009) siduction Linux installiert werden kann. Gerne RS/Feedback an Spike_DE im IRC oder hier auf der [Diskussionsseite].

Direktes Booten vom USB-Stick

Wenn man während des Neustarts beim MacBook die Taste "alt" gedrückt hält, erscheint ein Boot-Menü.

Zumindest sollte es das, bei mir bleibt das MacBook immer auf einem grauen Hintergrund stehen, sobald der siduction-Stick drin steckt. Daher arbeitete ich mit einem Image auf DVD, das ich mit dem Mac erzeugt habe.

native Installation

Soll Linux als alleiniges Betriebssystem installiert werden, kann durch gedrückt halten von ALT beim Booten eine zuvor erstellte siduction-DVD als Bootmedium ausgewählt werden (wird als "Windows" angezeigt). Der Rest verläuft wie üblich.

Die Installation von Linux als alleiniges Betriebssystem nimmt einem die Möglichkeit, Hardwareupdates etc. durchzuführen, weshalb hier die Dual-Boot-Variante beschrieben wird.

Dual-Boot

Platz schaffen

Damit Linux Platz hat, muss zunächst das Mac-OS auf so wenig Platz wie möglich reduziert werden. In der Regel sind ältere Benutzer und deren Daten angelegt, die bei der Installation von Linux nicht mehr nötig sind. Folgende Schritte wurden daher durchgeführt:

  1. einen neuen User anlegen (Systemsteuerung -> Benutzer & Gruppen) und ihm Admin-Rechte (Systemverwaltung) geben.
  2. neu starten und als der neue Benutzer anmelden
  3. alle alten Benutzer entfernen incl. der Benutzerordner
  4. über die Systemsteuerung alle unnötigen Programme entfernen. Am besten nur die behalten, die nicht gelöscht werden können (entsprechende Meldung erscheint).
  5. neu starten
  6. das "Festplattendienstprogramm" aufrufen und die Partition verkleinern
    • links die Festplatte anklicken (nicht die Partition!)
    • rechts oben auf "Partition" klicken und die Partition so weit möglich reduzieren (5-10 GB Luft für das Mac-OS können nicht schaden).
      Nach dem Anwenden kann das Reduzieren der Partition eine ganze Weile dauern, weil ggf. Daten in den entsprechend verbleibenden Bereich verschoben werden müssen, die vorher im hinteren Brereich der Festplatte lagen.
    • eine SWAP-Partition anlegen (2-facher Arbeitsspeicher)
    • gewünschte Linux-Partitionen anlegen (Rest der Festplatte am Stück oder zwei Partitionen für root "/" (z.B. 50GB) und "/home" (Rest), je nach Geschmack). Zunächst den Typ "FAT" wählen.
  7. neu starten

Nach diesen Aktionen kann im Terminal mit

diskutil list

das Ergebnis überprüft werden. Es könnte z. B. so aussehen:

/dev/disk0 (internal, physical):
  #:                       TYPE NAME                    SIZE       IDENTIFIER
  0:      GUID_partition_scheme                        *500.1 GB   disk0
  1:                        EFI EFI                     209.7 MB   disk0s1
  2:                  Apple_HFS Yosemite SSD            36.4 GB    disk0s2
  3:                 Apple_Boot Recovery HD             650.0 MB   disk0s3
  4:       Microsoft Basic Data SWAP                    13.4 GB    disk0s4
  5:       Microsoft Basic Data ROOT                    100.0 GB   disk0s5
  6:       Microsoft Basic Data HOME                    349.0 GB   disk0s6
/dev/disk2 (external, physical):
  #:                       TYPE NAME                    SIZE       IDENTIFIER
  0:      GUID_partition_scheme                        *8.0 GB     disk2
  1:       Microsoft Basic Data                         151.6 KB   disk2s1
  2:                        EFI NO NAME                 2.9 MB     disk2s2
  3:       Microsoft Basic Data                         1.8 GB     disk2s3

Installation Boot-Loader

Als Boot-Manager bietet sich das Programm rEFIt an, falls es mit dem Boot-Manager der Linux-Distribution Probleme geben sollte.

http://refit.sourceforge.net

Der Vorteil des alten rEFIt liegt in dem Vorhandensein eines DMG-Images zur Installation als Mac-App.
Um das Programm zu starten, das DMG-anklicken und dann mit "Rechtsknick -> Öffnen" das gewünschte Element starten. Da das Programm nicht von Apple zertifiziert wurde, kann es nicht mit einem normalen Doppelklick geöffnet werden!

Die neue Version (fort):

http://www.rodsbooks.com/refind/

ist leider nicht als DMG erhältlich.

Auch nach mehreren Reboots erschien bei mir kein rEFIt-Boot-Manager. Also greifen wir zur manuellen "Hilfsmethode". Wir führen im Terminal folgenden Befehle aus:

cd /efi/refit
./enable.sh

Beim nächsten Reboot begrüßt mich das rEFIt Auswahlmenü und es lässt sich auswählen, welches der installierten Betriebssysteme gestartet werden soll. Bisher ist nur das MacOS vorhanden, mit dem wir nun jedoch siduction installieren.

siduction verwenden

Bei nächsten Neustart bietet uns rEFIt das siduction als Startoption an.

siduction als Default-Startoption einstellen

  1. MacOS booten
  2. in der Datei /efi/refit/refit.conf den auskommentierten Bereich “default_selection” aktivieren und die Auswahl auf "L" für Linux stellen
  3. bei Bedarf auch die Zeile "Timeout" entsprechend anpassen (15 Sekunden bis automatischem Start)

Sleep-Probleme behandeln

Zum manuellen Test das Paket pm-utils installieren und

pm-suspend

eingeben. Das MacBook sollte einschlaffen und die weiße LED pulsieren. Nach dem Zu- und wieder Aufklappen des Deckels sollte das MacBook sofort wieder da sein.

In den Energieeinstellungen des Display-Managers prüfen, ob "Bereitschaft" für die Aktion "Deckel schließen" aktiviert ist.

passendes Hintergrundbild

https://www.pic-upload.de/view-34705492/apple_linux_2.png.html